Jetzt wird’s ernst: Referenzfunktion bei XING

Heute Vorgestern hat die Networking-Plattform XING es LinkedIn nachgemacht und die Referenzen eingeführt.

Mit dieser neuen Funktion lassen sich auf Knopfdruck die eigenen Kontakte um eine Referenz anfragen. Die Anfragemaske bietet alle im Profil hinterlegten Stationen des Berufswegs zur Auswahl und einen (editierbaren) Standardtext an:

Hallo, ich würde mich sehr über eine Referenz für die genannte Position freuen. Vielen Dank und freundliche Grüße, (name)

So weit, so einfach. Im Moment sieht das alles noch recht leer aus; bis auf die unentwegten, die sich in XING wohnlich eingerichtet haben, hat am Ende des heutigen Tages kaum einer meiner Kontakte bereits Referenzen gesammelt.

Was soll das ganze werden?

Bisher war XING – nicht nur, aber auch – eine Spielwiese des wer-kennt-wen. Einen Kontakt anzunehmen war schnell und praktisch, um, ja – in Kontakt zu bleiben. So fing es an, und das ist für mich immer noch die Hauptfunktion: sich nicht aus den Augen zu verlieren. Natürlich hat sich XING längst auch zum Profilierungsmedium entwickelt, wo man sich anhand der vorhandenen oder eben nicht vorhandenen Daten ein Bild machen konnte. Doch Kontakt blieb Kontakt – in welcher Weise man jeweils zueinander steht, blieb offen. Diese Simplizität wurde immer wieder kritisiert und diskutiert, meiner Meinung nach hat diese Vereinfachung stark zum Wachstum von XING beigetragen.

Ab heute ist damit Schluss: nun wird transparent, wie die Personen zueinander stehen. Implizit durch explizit: Jede Station im Berufsweg wird gnadenlos ausgeleuchtet. Wo keine Referenzen vorhanden sind, steht „Keine Referenz für diese Position“. Das erzeugt ziemlich hohen Druck, denn wer will schon ohne Referenzen dastehen? Ich nehme an, das haben sich die Leute bei XING gut überlegt und sich bewusst dafür entschieden. Nachvollziehbar, denn eine  kaum genutzte Referenzfunktion macht wenig Sinn. Aber letztlich setzt etwas ähnliches ein, wie diese Woche bei den Twitterlisten: es wird gezählt, gerankt und bewertet. Numerischer ***Vergleich scheint derzeit ein Lieblingsthema sozialer Netzwerke zu werden.

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„Spark the conversation!“: Livechat mit Maria Sipka

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Zur Einstimmung auf den Community & Marketing 2.0 Summit gab es gerade einen Live-Chat mit Maria Sipka (Linqia, XING, globalbusinesswomen), die eine der Keynote Speaker sein wird.  Maria ist u.a. Gründerin von Linqia mit Zugang zu derzeit 162 Social Networks mit über 300 Millionen Mitgliedern.

Das Interview: Monetarisierung von Social Networks

führte Björn Negelmann, [n:sight] technology and market research.

Q:  What are the payment models for online services?


Maria: Apart from paychannels and advertising models, the most important thing is to engage with members and not just post banner ads.

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Remix09: 2. session – XING und die Klassiker

Nachmittagspanel:

XING und die Klassiker

wahlfreie Informationen und Networking statt einfach nur Werbung
Oliver Nickels, IBM Marketing Manager Mittelstand Nord / Dirk Reimers, Geschäftsführer fat Computer GmbH

Oliver Nickels erzählt über Mittelstandsmarketing via XING.

„Einer der größten Fehler ist, XING mit einem on-demand Werbedepot zu verwechseln“.

Jetzt erzählt Dirk Reimers, Geschäftsführer fat Computer GmbH, dem geschätzten Remix09-Publikum, wie XING funktioniert.

Herr Nickels berichtet über die Gründung einer eigenen Gruppe bei XING, IBM Mittelstand, um dort die Themen zu platzieren und zu diskutieren, die IBM diskutieren will – z.B. die Frage, ob ihre Kunden die aktuelle Werbung verstehen. Das provozierte sogleich die Gegenfrage, ob IBM denn nicht bereit sei, dahin zu gehen, wo ihre Kunden sind – also in andere Gruppen und Foren – um diesen solche Fragen zu stellen. Klar seien sie, aber da könnten sie die Themen ja nicht bestimmen. — Die unterschiedlichen Ansätze in der Kommunikation eines „big players“ und der 2.0-Welt traten hier nochmal sehr klar zu Tage. Der recht einseitig angelegte Vortrag kam in diesem Kontext vielleicht arroganter rüber, als er gemeint war. Die Gruppe IBM Mittelstand bei XING besteht seit Feb 2009, hat ca. 330 Mitglieder und ist freischaltungspflichtig.