[Infographic] Twitter facts 2012

Eine schöne Infografik hat www.website-monitoring.com zusammengestellt.

Die Zahlen liefern Futter für Skeptiker: von 500 Millionen registrierten Twitter-Benutzern sind nur 140 Millionen aktiv; 25% der Benutzer haben NULL follower, 40% haben nie ein tweet abgesendet. Unbestritten ist jedoch die wachsende Bedeutung von Twitter – zu den Top 5 Ländern zählen USA, UK, Australien, Brasilien und Canada, gefolgt von Indien, Frankreich, Indonesien, Iran und Irland.

Interessant für Marken: 79% der Benutzer von Twitter würden eine Marke eher empfehlen, der sie auf Twitter folgen. Und immerhin 67% der Benutzer von Twitter würden eher Marken kaufen,  denen sie auf Twitter folgen (Zahlen gelten für USA).

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Le Web 2010 Programm erschienen – 1000 Anmeldungen geknackt

2.000 Teilnehmer in 2009, 35.000 twitter follower, 200.000 views auf ustream, 10.000 views des speaker announcements videos auf youtube. Die Le Web macht vieles richtig und rechnet mit 2.500 Teilnehmern in diesem Jahr.

Die größte europäische Internetkonferenz findet zum 7. Mal statt. Sie hat soeben ihr Programm 2010 (8. und 9. Dezember) veröffentlicht. Yummy!

Eröffnete im letzten Jahr twitter-Gründer Jack Dorsey die zweitägige Veranstaltung (hier mein liveblog vom opening), indem er mit Square (squareup.com) den ersten Kreditkartenleser für das iPhone vorstellte, ist es diesmal Achim Berg (Corporate Vice President, Mobile Communications Business and Marketing Group, Microsoft) der sich den Fragen des LeWeb Gründers und Gastgebers Loic LeMeur stellt. Ich wäre nicht überrascht, wenn Achim Berg ein Gerät aus der Hosentasche zöge, das kurz darauf mit Windows Mobile 7 in den Markt kommt.

Damit gibt auch in diesem Jahr ein Mobile Topic den Startschuss der mit über 2.500 Teilnehmern größten und stark wachsenden Internetkonferenz in Europa. Weitere Vertreter des mobile Business sind Christopher Smith (Senior Director BlackBerry Development Platform, RIM), Stéphane Richard (CEO France Telecom) und Mikael Hed (CEO Rovio – best selling mobile app Angry Birds). Nachmittags steht unter anderem Dennis Crowley (Foursquare) auf dem Programm.

Der notorisch kritische, führende Tech Blog TechCrunch kündigt europhorisch an und jubelt:

TechCrunch names are all over the agenda. A group of us are slated to interview some of the big names in tech on stage (…) For the seventh iteration of the popular tech conference based in Paris, France, organizers Geraldine and Loic Le Meur decided to make their startup competition a bit more like a mini-TechCrunch Disrupt. That is, of the 16 startups launching, 3 will get time on the big stage to present in front of everyone and a winner will be chosen. And that won’t be the only TechCrunch influence felt.

Ich freue mich besonders wieder auf den Fireside Chat mit Marissa Meyer (Vice President Search and User Experience, Google) und TC-Gründer und Chefblogger Michael Arrington (hier ein Blogpost mit Video vom letzten Jahr), sowie auf „The Social OS and the Human API“, moderiert von Brian Solis (The Conversation Prism)

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In diesem Jahr zieht die LeWeb zurück in die Eurosites Les Docks de Paris (google maps), wo sie bereits früher stattfand. Ich war 2009 das erste Mal dabei und fand die Location gut (meine Fotos auf flickr). Es gab hervorragendes WLAN, LAN und ausreichende Heizung (Kritikpunkte aus dem vorherigen Jahr). Alle, die nicht dabei sein konnten, wurden über eine exzellente Videodokumentation via ustream versorgt. Die Videoviews erreichten eine Woche nach Ende der Veranstaltung 105.000 views und haben sich seitdem fast verdoppelt (198,874).

War in 2009 noch kurz vor dem Start die Frage, ob die 1.500-Marke geknackt wird, liegen seit letzten Samstag, 7 Wochen vor Beginn, über 1000 Anmeldungen vor. Hier die Teilnehmerliste in Echtzeit. Loic LeMeur, Gründer von Seesmic Desktop und Veranstalter der LeWeb, ist hervorragend vernetzt und kann ein prominentes Line-up bieten:

  • die Köpfe von google, foursquare, twitter, myspace, facebook, microsoft, RIM, paypal, ustream, digg, zappos, führenden tech Bloggern und Autoren wie Michael Arrington, Robert Scoble und  Brian Solis.

Das rapide Wachstum der Teilnehmerzahlen liegt nicht zuletzt an dem stetig befeuerten social media auftritt:

  • youtube kanal LeWebParis – das Speaker Announcement video zur Halbzeit im Juni erreichte 10.000 views
  • twitter account @leweb mit 35.000 followern
  • facebook page LeWeb mit über 4.000 fans sowie eine geschlossene Gruppe Fans of LeWeb mit knapp 100 Mitgliedern
  • und der regelmäßig aktualisierten iPhone app „Le Web Paris 2010“ (mobileroadie.com).

Ich selbst habe von der LeWeb 09 auf twitter erfahren und via twitter meine beiden Mitstreiter in Sachen 3er Ticket binnen 41 Minuten gewonnen (stern.de berichtete, danke an Karsten Lemm!).

Auf flickr finden sich 15.000 fotos mit dem tag leweb. Die Gruppe „leweb“ bezieht sich nur auf 2008 und hat 777 fotos von 14 Mitgliedern – hier wäre wohl etwas Pflege empfohlen.

Über die 2.000 Teilnehmer in Paris hinaus erreicht die Le Web auf twitter 35.000 follower. Seit der letzten Veranstaltung im Dezember 2009 ist das eine Steigerung um fast 10.000 follower. Chapeau!

Twittcommerce: Zwitschern für den Wandkalender

Dass Druckereien zum Jahreswechsel ihre Kunden mit Printkalendern totschmeissen erfreuen, liegt ja nahe und ist meistens ja auch schön.

Die berliner Druckerei Printreform surft diesmal auf der twitterwelle und hat ihren Wandkalender 2010 im Stil des micromessaging-Dienstes gestaltet:

Entsprechend veranstaltet Printreform nun eine Aktion auf twitter (sic!). Sie ist einfach verständlich, gut vorbereitet und hat somit gute Chancen. Printreform schreibt auf ihrem Druckereiblog:

Diesen klasse Wandkalender in der Größe 1000 x 700 Millimeter in stilistischer Anlehnung an den Microblogging-Dienst Twitter kann jeder Teilnehmer bei der Aktion erhalten. Alles was man dafür tun muss ist…

… einen Tweet auf Twitter über die Aktion zu veröffentlichen und uns auf Twitter zu folgen. Erledigt man diese Aufgabe, zieht man automatisch ein Los und wandert in den Topf.

Vorlage für den Tweet:

Ich möchte einen Twitter-Wandkalender 2010 von @druckerei_de bekommen. Zur Aktion von www.druckerei.de -> http://bit.ly/4vTob5

Ich habe von der Aktion tatsächlich über twitter erfahren, in meiner timeline hat jemand genau das getwittert. Der Link führt zu besagtem Blog, die Aktion ist schnell verstanden und sympathisch – beste Voraussetzungen für Viralität.

Warum ich ausgerechnet darüber blogge? Ja, ich habe ein rein materialistisches Motiv. Wer das bloggt, erhält nämlich drei Wandkalender:

… einen Blogbeitrag im eigenen Blog zu veröffentlichen und darin über die Aktion zu berichten. Um den eigenen Lesern etwas mehr Inhalt zu bieten, kann man beispielsweise auch schreiben, warum man Twitter süchtig ist, also woran man es feststellen kann. In diesem Blogbeitrag muss man natürlich die Aktion verlinken und freiwillig einen Link zu www.druckerei.de setzen. Jeder der das tut, bekommt definitiv drei Wandkalender. Bei der Verlosung nimmt man damit also nicht teil. Der Gewinn ist gesichert! Damit wir jeden Blogbeitrag finden, ist es sinnvoll seinen Beitrag in den Kommentaren zu nennen.

Erledigt!

Erstaunlicherweise sind allein am heutigen, ersten Tag anscheinend um die 90 Blogbeiträge gepostet worden – derweil ich dies schreibe, hat das druckereiblog-post schon an die 100 Kommentare, wovon einige ohne Bloglinks sind.

Klar könnte ich jetzt noch sagen, dass diese Aktion ein gutes Beispiel dafür ist, wie man mit einfachen Mitteln Reichweite über Social Media erzielen kann. Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich will den Kalender, basta!

Natürlich hat kommerziell motiviertes Bloggen immer ein Geschmäckle und mitunter auch harsche Konsequenzen.Ich denke aber, wenn man sein Motiv offen legt, ist es in Ordnung. Ich verhehle also nicht, dass ich dieses Post wahrscheinlich nicht geschrieben hätte, wenn ich nicht den Kalender dafür bekäme! Bei mir hat’s demnach funktioniert – ! Und ich finde, Printreform hat im Großen und Ganzen den richtigen Ton getroffen, was nicht immer einfach ist, wie dieser erheiternde Satz zeigt (Auszug aus obigem Zitat):

muss man natürlich die Aktion verlinken und freiwillig einen Link zu www.druckerei.de setzen.

Damit wäre das Spannungsfeld des „Auftragsbloggens“ hinreichend charakterisiert.

Ob mit der Aktion neue Kunden gewonnen werden, hängt von den Leistungen ab – Qualität, Service, Preise. Die Aktion wird Kontakte quer durchs Land bringen; wer am Bodensee sitzt, wird kaum einen Katalog in Berlin beauftragen, oder? Jedoch hat Printdings (ich kann mir den Namen einfach nicht merken – schlechtes Zeichen?!) viele Standardprodukte im Programm, die übers Web abgewickelt werden. Preislich gibt es günstigere Anbieter, aber ob Qualität und Service da vergleichbar sind, kann ich nicht sagen, da ich Printdings nicht kenne.

Ich bin gespannt, wie viel Resonanz die Aktion auf twitter und blogs erhält. Viralität ist im Produkt (Wandkalender) gewissermaßen drin. Der wird ins Büro gehängt und von hunderten Kunden und Lieferanten gesehen. Die URL http://www.druckerei.de ist recht dezent integriert. Dafür einen dicken Pluspunkt! Und noch zwei dafür, dass Printreform darauf verzichtet hat, ihr eigenes Logo auf den Kalender zu pappen (das macht dann drei Punkte):

So, und nun her mit den drei Kalendern. Danke!

PS. Mir ist noch aufgefallen: ein #tag wäre noch gut gewesen, damit man die Aktion auf twitter gut verfolgen kann!

Twittwoch Berlin, 2. September 2009

Der dritte Twittwoch Berlin fand gestern statt – in den Räumen des Newthinking Store.

#twb

Themen waren:

  • Rechtsaspekte bei Twitter (@thsch, @dramburg)
  • Twitter-Einbindung der Berliner Morgenpost
  • Lifestreaming und Microblogging
  • Vorstellung des Twittwoch-Veranstaltungstools

Alle Impressionen mit schönen pics auf gruenderszene.de

Judith Mühlenhoff

Die Präsentationen hat Stefan Wolpers  (@susuh) auf dem twittwochblog zusammengestellt.

Vodafone lässt Urlauber twittern

Vodafone betreibt derzeit eine interessante Social Media Kampagne.

Twitter User erzählen, wohin sie dieses Jahr in Urlaub fahren. Das Ganze wirdauf einer Google map grafisch dargestellt.

So einfach, so gut. Unter http://www.ukholsmap.com/ sieht man die tweets rattern, die Reiserouten ziehen sich quer über Europa und eine Hitliste gibts auch (die übrigens New York anführt).

ukholsmap2

Wer mitmachen will, twittert den hashtag #ukhols (Kurzform für UK Holidays), seinen Startort (britischer Zipcode) und den Zielort. Nach kurzer Zeit findet sich die Route nebst Twitter-Name und -Bild auf der „ukholsmap“ wieder.

Das funktioniert über jedes internetfähige Gerät mit einem Browser oder Twittertool. Für Vodafone interessant wird es natürlich, wenn die Leute von unterwegs via Vodafone-Netz twittern. Kampagne und Produkt passen also gut zusammen.

So ganz „nebenbei“ verrät Vodafone auf der Seite, dass UK-Kunden zur Hauptferienzeit Juni bis August in 35 Ländern keine Roaminggebühren zahlen (Kasten rechts unten).

Coole Sache: Die Kampagne erreicht die heavy user mobiler Anwendungen, für die wegfallende Roaminggebühren höchst relevant sind und die Vodafone dennoch mit viel Umsatz beglücken werden. Vodafone gewinnt Kunden, Umsatz und sogar Sympathien. Nicht schlecht!

Warum diese Kampagne auf der WuV-Seite so negativ bewertet wird, ist mir nicht klar. Sicher beinhaltet die Öffnung für ugc gewisse Risiken für die Marke, doch dürften die o.g. Vorteile klar überwiegen. Vodafone tut sicher gut daran, ukholsmap nicht komplett im Vodafone-Design zu gestalten, sondern lediglich als „Sponsor“ aufzutreten. Negative Kommentare über Vodafone auf der Seite habe ich noch nicht gesehen. Aber selbst wenn, warum sollten diese eine konsequente Markenführung verhindern, wie Conrad Breyer auf wuv.de bemängelt? Konsequente Markenführung im Internet bedeutet meiner Meinung nach, sich dem Urteil der User zu stellen; in Dialog mit den Benutzern zu gehen, sich nicht zu verstecken. Wer meint, der Marke durch Totschweigen von Meinungen retten zu können, ist immer noch nicht im Internet angekommen. Gerade in dieser Woche, in der die Berichterstattung aus dem Iran via Twitter, Youtube und Facebook zeigt, wie unwirksam Zensur ist, kann man sich getrost von der Vorstellung, ‚konsequente Markenführung‘ hieße Kontrolle der Botschaften, verabschieden.