Social Media Monitoring: Kleines Glossar

Kleines Wörterbuch des Social Media Monitorings, zusammengetragen auf dem MonitoringCamp 2012.

  • KPI = Key Performance Indicator (aus Ziel hergeleitet) vs. Metrik (Messung)
    Die KPI werden festgelegt nach der Zielsetzung, z.B. Fans, die auf Posts antworten
  • ROI = Return on Investment Einheit=€
    Beispiel: Aktion auf fb mit exklusivem Link zu shop, dort könnten die Umsätze direkt der Aktion zugeordnet werden.
  • Engagement = antworten, posten, liken = Dialog
  • 90:9:1 Formel (Nielsen) = 90% der Fans lesen nur mit, 9% posten ab und zu, 1% posten regelmäßig, teilen, sind Botschafter
  • Involvement = Interesse, Einstellung, Beschäftigung mit Produkt (z.B. bei Autokauf ist das Involvement viel höher als beim Kaugummikauf)
  • Sentiment = Stimmungsanalyse, Tonalität. Ausprägungen: positiv, neutral, negativ (häufig 10,80,10). Muss manuell gemacht werden. Mechanical Turk via Amazon. ODESK Weiterlesen
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Monitoringcamp am 9.-10. November 2012 in Hamburg

Heute beginnt das Monitoringcamp (www.monitoringcamp.de) in Hamburg, ein zweitägiges Barcamp, dessen Teilnehmer sich mit den Themen Social Media Monitoring und Web Monitoring beschäftigen wollen. Trotz des eher unüblichen Teilnahmepreises von 49,- Euro waren alle Tickets bereits zwei Monate vor Beginn ausverkauft. Der Teilnahmepreis geht in Ordnung, schließlich steckt eine Menge Organisation und Kosten hinter der Veranstaltung, die durch Sponsoren mittlerweile auch gut abgesichert scheint.

Kurz vor Beginn ist die Liste der Themen und Vorschläge stark angewachsen; überwiegend dreht sich das Interesse darum, wie Social Media Monitoring in den Griff zu bekommen ist.

Christine Heller (@punktefrau) hat im Vorfeld eine gute Übersicht kostenloser Monitoring-Tools zusammengestellt.

Der Hashtag ist #moca12.

Ich bin immer wieder fasziniert, wie toll es die Barcamper hinbekommen, VOR der Veranstaltung einen hashtag festzulegen und zu kommunizieren. Die klassischen Veranstalter vergessen das immer noch gerne mal. Dann wird zu Beginn der Veranstaltung hektisch überlegt und entschieden, während auf twitter bereits zwei bis drei Alternativen kursieren. Ein zeitig festgelegter, in allen Kanälen koordinierter UND ans Publikum kommunizierter hashtag ist schließlich die beste Grundlage, um die Konversationen zu einer Veranstaltung zu tracken. Die Notwendigkeit einer konsistenten Hashtag-Strategie scheint noch nicht in den Köpfen aller Veranstalter angekommen zu sein. Vielleicht wissen wir nach diesem Barcamp mehr.

https://www.facebook.com/MonitoringCamp

twitter: @monitoringcamp

Lego’s community policy: „We’re not stealing your thunder“

At Next10 conference, Peter Espersen, Online Community Lead (LEGO global), talked about LEGO’s community policy.

Here’s a video showing how they responded to the founder of a facebook page called „for those who have experienced the pain caused by stepping on lego! “ counting 607.000 „likers“ as of today. Essentially LEGO chose to reply by mailing a video apology to the founder of the group, letting him „post it“ and get the „thunder“, as opposed to post the news on LEGO’s corporate web site.

I have not found the video on facebook yet. But I think it was a good and natural way to respond. What do you think?

Twittcommerce: Zwitschern für den Wandkalender

Dass Druckereien zum Jahreswechsel ihre Kunden mit Printkalendern totschmeissen erfreuen, liegt ja nahe und ist meistens ja auch schön.

Die berliner Druckerei Printreform surft diesmal auf der twitterwelle und hat ihren Wandkalender 2010 im Stil des micromessaging-Dienstes gestaltet:

Entsprechend veranstaltet Printreform nun eine Aktion auf twitter (sic!). Sie ist einfach verständlich, gut vorbereitet und hat somit gute Chancen. Printreform schreibt auf ihrem Druckereiblog:

Diesen klasse Wandkalender in der Größe 1000 x 700 Millimeter in stilistischer Anlehnung an den Microblogging-Dienst Twitter kann jeder Teilnehmer bei der Aktion erhalten. Alles was man dafür tun muss ist…

… einen Tweet auf Twitter über die Aktion zu veröffentlichen und uns auf Twitter zu folgen. Erledigt man diese Aufgabe, zieht man automatisch ein Los und wandert in den Topf.

Vorlage für den Tweet:

Ich möchte einen Twitter-Wandkalender 2010 von @druckerei_de bekommen. Zur Aktion von www.druckerei.de -> http://bit.ly/4vTob5

Ich habe von der Aktion tatsächlich über twitter erfahren, in meiner timeline hat jemand genau das getwittert. Der Link führt zu besagtem Blog, die Aktion ist schnell verstanden und sympathisch – beste Voraussetzungen für Viralität.

Warum ich ausgerechnet darüber blogge? Ja, ich habe ein rein materialistisches Motiv. Wer das bloggt, erhält nämlich drei Wandkalender:

… einen Blogbeitrag im eigenen Blog zu veröffentlichen und darin über die Aktion zu berichten. Um den eigenen Lesern etwas mehr Inhalt zu bieten, kann man beispielsweise auch schreiben, warum man Twitter süchtig ist, also woran man es feststellen kann. In diesem Blogbeitrag muss man natürlich die Aktion verlinken und freiwillig einen Link zu www.druckerei.de setzen. Jeder der das tut, bekommt definitiv drei Wandkalender. Bei der Verlosung nimmt man damit also nicht teil. Der Gewinn ist gesichert! Damit wir jeden Blogbeitrag finden, ist es sinnvoll seinen Beitrag in den Kommentaren zu nennen.

Erledigt!

Erstaunlicherweise sind allein am heutigen, ersten Tag anscheinend um die 90 Blogbeiträge gepostet worden – derweil ich dies schreibe, hat das druckereiblog-post schon an die 100 Kommentare, wovon einige ohne Bloglinks sind.

Klar könnte ich jetzt noch sagen, dass diese Aktion ein gutes Beispiel dafür ist, wie man mit einfachen Mitteln Reichweite über Social Media erzielen kann. Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich will den Kalender, basta!

Natürlich hat kommerziell motiviertes Bloggen immer ein Geschmäckle und mitunter auch harsche Konsequenzen.Ich denke aber, wenn man sein Motiv offen legt, ist es in Ordnung. Ich verhehle also nicht, dass ich dieses Post wahrscheinlich nicht geschrieben hätte, wenn ich nicht den Kalender dafür bekäme! Bei mir hat’s demnach funktioniert – ! Und ich finde, Printreform hat im Großen und Ganzen den richtigen Ton getroffen, was nicht immer einfach ist, wie dieser erheiternde Satz zeigt (Auszug aus obigem Zitat):

muss man natürlich die Aktion verlinken und freiwillig einen Link zu www.druckerei.de setzen.

Damit wäre das Spannungsfeld des „Auftragsbloggens“ hinreichend charakterisiert.

Ob mit der Aktion neue Kunden gewonnen werden, hängt von den Leistungen ab – Qualität, Service, Preise. Die Aktion wird Kontakte quer durchs Land bringen; wer am Bodensee sitzt, wird kaum einen Katalog in Berlin beauftragen, oder? Jedoch hat Printdings (ich kann mir den Namen einfach nicht merken – schlechtes Zeichen?!) viele Standardprodukte im Programm, die übers Web abgewickelt werden. Preislich gibt es günstigere Anbieter, aber ob Qualität und Service da vergleichbar sind, kann ich nicht sagen, da ich Printdings nicht kenne.

Ich bin gespannt, wie viel Resonanz die Aktion auf twitter und blogs erhält. Viralität ist im Produkt (Wandkalender) gewissermaßen drin. Der wird ins Büro gehängt und von hunderten Kunden und Lieferanten gesehen. Die URL http://www.druckerei.de ist recht dezent integriert. Dafür einen dicken Pluspunkt! Und noch zwei dafür, dass Printreform darauf verzichtet hat, ihr eigenes Logo auf den Kalender zu pappen (das macht dann drei Punkte):

So, und nun her mit den drei Kalendern. Danke!

PS. Mir ist noch aufgefallen: ein #tag wäre noch gut gewesen, damit man die Aktion auf twitter gut verfolgen kann!

It’s a small world, after all: Nokia World als Gradmesser der Marke

Mein erstes Mobiltelefon war ein Nokia 2110. Es folgte ein 6100, ein 3510 … die Nummern habe ich nicht mehr im Kopf. Nach kurzem Intermezzo mit SE k750i (emotional schwere Umstellung, Verrat!), habe ich seit 20 Monaten ein N95, das ich kaum aus der Hand lege.

Will sagen: ich war von Anfang an Nokia Fan – hauptsächlich wegen der Bedienung. Weder Siemens noch Windows-Geräte kamen für mich in Frage. Und ein iPhone schon gar nicht – wegen der wenigen Megapixel und fehlenden Funktionen.

Am 2. und 3.  September stellt Nokia auf der Nokia World 2009 seine neuen Schätzchen vor. Die Veranstaltung (Agenda)  ist eine Mischung aus Keynotes mit ernster Miene am Vormittag und aufregenden Produktpräsentationen am Nachmittag. Der Social Media Buzz hat soweit gut funktioniert; Begeisterte Blogger stellten fleißig Videos, Photos und Produktbesprechungen ins Netz, verliebte (und einige kritische) Tweets purzeln pausenlos durch. Das Medienecho war am ersten Tag eher verhalten-sachlich (chip.de, spiegel.de, während etwa die sueddeutsche.de das Thema völlig ignoriert).

Nun geht es mir ja hier um Marken. Also frage ich mich mal: Wo steht Nokia nach dem heutigen Tag der Nokia World 2009? Natürlich wird dies keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine kleine, subjektiv geprägte Bestandsaufnahme. Aber eine Marke ist schließlich nichts anderes als ein Gefühl, oder?

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