user experience: das AH! und OH!

Neulich auf der dmexco… traf ich einen ehemaligen Kollegen, der offiziell „Bereichsleiter Beratung und Konzeption“ ist, bei twitter aber stehen hat: user experience designer.

Klingt toll, und da ich diesen Kollegen persönlich wie inhaltlich sehr schätze, habe ich mich über den kleinen Schnack sehr gefreut. Es ging in etwa so:

„Du bist also jetzt user experience designer (grins)“.

– „Ja. User experience ist so viel mehr als ‚usability‘, das sich nur auf die Gestaltung einzelner Seiten bzw. workflows bezieht. User experience ist die gesamte Erfahrung, die ein Benutzer mit einem Produkt macht. Der ganze Prozess.“

„Jep, das ist der Unterschied zwischen Apple (user experience) und Nokia (usability).“

Ich erzählte kurz meine unglaubliche Story mit der verschwundenen app, die ich im Nokia ovi store gekauft, aber erst nach langem hin- und her-mailen mit der Nokia Europe Customerdings nach 10 Tagen per SMS auf mein Handy bekommen hatte. (Vielleicht blogge ich das noch. Aber eigentlich bin ich mental schon post-Nokia.)

Ich halte das mal so fest:

user experience ist das „AH! und OH!“ jedes Produkts, während usability das „klappt ja“ ist.

Das eine ist aufregend, das andere beruhigend.

Nicht, dass usability nicht wichtig wäre. Aber es ist nur ein Teil der ganzheitlichen Disziplin, der user experience, die eher konzeptionell fragt: „was kann dem user nützen?“,  während usability sich damit beschäftigt, wie man die user experience optimal gestaltet. Das „was“ und das „wie“.

Was ist eure Meinung? Eine legitime Unterscheidung? Haarspalterei? Yeah, korrekt?

It’s a small world, after all: Nokia World als Gradmesser der Marke

Mein erstes Mobiltelefon war ein Nokia 2110. Es folgte ein 6100, ein 3510 … die Nummern habe ich nicht mehr im Kopf. Nach kurzem Intermezzo mit SE k750i (emotional schwere Umstellung, Verrat!), habe ich seit 20 Monaten ein N95, das ich kaum aus der Hand lege.

Will sagen: ich war von Anfang an Nokia Fan – hauptsächlich wegen der Bedienung. Weder Siemens noch Windows-Geräte kamen für mich in Frage. Und ein iPhone schon gar nicht – wegen der wenigen Megapixel und fehlenden Funktionen.

Am 2. und 3.  September stellt Nokia auf der Nokia World 2009 seine neuen Schätzchen vor. Die Veranstaltung (Agenda)  ist eine Mischung aus Keynotes mit ernster Miene am Vormittag und aufregenden Produktpräsentationen am Nachmittag. Der Social Media Buzz hat soweit gut funktioniert; Begeisterte Blogger stellten fleißig Videos, Photos und Produktbesprechungen ins Netz, verliebte (und einige kritische) Tweets purzeln pausenlos durch. Das Medienecho war am ersten Tag eher verhalten-sachlich (chip.de, spiegel.de, während etwa die sueddeutsche.de das Thema völlig ignoriert).

Nun geht es mir ja hier um Marken. Also frage ich mich mal: Wo steht Nokia nach dem heutigen Tag der Nokia World 2009? Natürlich wird dies keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine kleine, subjektiv geprägte Bestandsaufnahme. Aber eine Marke ist schließlich nichts anderes als ein Gefühl, oder?

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Nokia World 2009 in Stuttgart

In einer Stunde geht’s los – die zweitägige Konferenz und Expo Nokia World 2009 startet am 2. September in Stuttgart. Gestern abend wurden im Porsche-Museum Preise für Internet Innovation, Flash und Emerging Markets vergeben: Calling All Innovators
2 Calling All Innovators pics from last night #nw09 on Twitpic

Anders als Apple stellt Nokia einen Livestream von der Konferenz zur Verfügung. Agenda
Keynotes:
Olli-Pekka Kallasvuo, President and CEO, Nokia
Anssi Vanjoki, Executive Vice President, Markets, Nokia

Keynote: Connected Life and Work – Rene Obermann, CEO, Deutsche Telekom
Keynote: Next Generation Maps – Larry Kaplan, President and CEO, Navteq
Keynote: A Whole New Mind – Daniel Pink, Author and Columnist

Themen der Experience Lounge sind „Discover, Play, Share and Organise“.