Make friends not brands

Der Spruch stammt aus einem Tweet von @Mellcolm von der gestern zu Ende gegangenen Next09.

Der Satz fasst schön zusammen, wohin die Reise von Marken im Google-Zeitalter geht: Beziehungen aufzubauen ohne großes Geschwafel, sondern mit überzeugenden Services. Netzwerkeffekte statt Massenwerbedruck.

Die ältere Version dieses Spruchs, „A brand like a friend“ war ja von Anfang an sinnlos: ein Zungenbrecher, total irreal (so redet kein Mensch, erst recht kein „Freund“) und er passte nicht zu der Marke, der es übergestülpt zugesetzt wurde –  schon allein wegen der Sprache (englisch / deutsch). Schwamm drüber.

Ein Freund ist für mich jemand, mit dem man ständig rumhängt, dem man alles erzählt, dem man vertraut. Letzteres klappt dann nicht mehr so ganz bei Google und Facebook, bei Twitter im Moment noch. Aber diese Marken sind – nach den genannten Kriterien – schon nah dran, unsere Freunde zu werden. Wir brauchen sie. Wir lieben sie nicht immer, reiben uns an ihnen, wachsen mit ihnen. Aber ein Leben ohne sie (und ihre Services) wäre im Internet schwierig vorzustellen. Und das haben diese Marken ohne großes Sprücheklopfen, sondern mit coolen services geschafft. Und das ist  schonmal ein sehr wohltuender Kontrast zur sonst sehr lauten Markenkommunikation, wie wir sie kennen.

„Google ist keine Social Brand“ ?

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