re:publica13: Warum eine App, wenn man sechs haben kann?

re:publica 13

Heute morgen startete die re:publica13, die Konferenz zur Digitalen Gesellschaft, in Berlin. Drei Tage lang diskutieren Speaker und Teilnehmer über das Internet, digitales Leben, Netzpolitik und –kultur sowie verknüpfte Themen wie Human Relations, Kreativität.

re:publica13 Apps für jede Plattform

Pünktlich sind Smartphone Apps für die gängigsten Plattformen iOS und Android sowie eine browserbasierte Web App erschienen, die auch mit Windows Mobile, Blackberry, Samsung und anderen OS genutzt werden kann. Die Apps beinhalten, neben dem Programm und den Speakern, Features wie Sessionwecker (iOS), Speichern von Favoriten als Kalendereintrag (iOS) und die Suche nach Interessen (Android). Weitere Details der Apps finden sich in diesem Blogpost der @netzpiloten.

Die Apps wurden von engagierten Entwicklern ohne Entgelt erstellt. Man könnte hier vermuten, die re:publica investiere nicht (genug) in ihre eigene Digitalisierung. Ich hingegen finde es erstaunlich und lobenswert, dass die re:publica weiterhin mit sehr moderaten Preisen auskommt. Ich wäre durchaus bereit, für die Smartphone App zu bezahlen. Und wenn alle Teilnehmer dazu bereit wären, käme da auch eine Summe zur Kostendeckung zusammen. Zur „Shareconomy“ gehört m.E. eben auch, Aufwände zu teilen und sich von der Gratis-Mentalität zu verabschieden. Alternativ wäre es vielleicht auch möglich gewesen, die App durch Sponsoren zu refinanzieren; einen schickeren Werbeplatz gibt es doch kaum ;)

 Ein paar Wünsche bleiben immer: Trackfinder wäre schön

Die re:publica13 App für iOS ist für eine kostenlos entwickelte App hervorragend. Die Bedienung ist sehr einfach, das Design ansprechend und Favoriten, Kalender und Sessionwecker sehr praktische Features, um die Konferenz entspannt zu erleben und trotzdem keine wichtige Session zu verpassen.

Die farbliche Kennzeichnung der verschiedenen Tracks erleichtert die Orientierung im Programm. Ich hätte mir hier noch gewünscht, das Programm auch nach Tracks sortieret anzeigen zu können – wie einen Stundenplan. Im Moment muss man parallel stattfindende Sessions vertikal überscrollen und verliert so manchmal die Übersicht. Auch ein Lage-/Raumplan wäre hilfreich. Ein PDF hätte für die Station Berlin gereicht.

Lokaler Content via Bluetooth: Bluebee summt herum

Ein weiterer Smartphone-Service kommt von Bluebee. Das Unternehmen ist auf Bluetooth-basierte Bereitstellung von Content spezalisiert. Teilnehmer können vor Ort via BT die Inhalte zur aktuellen Session herunterladen.

Es macht XING am Kaffeetisch

Außerdem kann man sich per XING Radar auf dem Smartphone „warnen“ lassen, wenn sich bestehende Kontakte in der Nähe befinden. Die XING-App selbst ist veranstaltungsneutral; sie zeigt nur Kontakte an, die man bereits hat. Mit neuen Kontakten kann man sich allenfalls per „XING Handshake“ verbinden – vor Ort am Kaffeetisch.

So weit, so gut. Für das „Klassentreffen“ und die Pflege bestehender Kontakte reichen diese Apps sicherlich aus. Will man aber schauen, ob sich neue, potenziell interessante Kontakte unter den Teilnehmern befinden, reichen die genannten Apps leider nicht aus. Die offiziellen republica13 Apps sind teilnehmerneutral – vielleicht eine Analogie zur Netzneutralität?! ;)

Bizzabo App für die re:publica13: Leute suchen und kontaktieren

Für die gezielte Suche nach Teilnehmern oder Speakern, die zu den eigenen Interessen passen, gibt es re:match, eine B2B-Matchmaking-Aktion. Leider endete die Anmeldefrist bereits am 29. April, so dass ich dieses nicht testen konnte, da ich erst am 30. April mein re:publica Ticket gekauft habe.

Für alle, die nicht an re:match teilnehmen, gibt es aber auch noch eine App: Bizzabo ist spezialisiert auf die Vernetzung von Konferenzteilnehmern. Die re:publica Community ist bereits in der App angelegt. Nach dem Download braucht man lediglich die re:publica13 Konferenz zu suchen und der Community beizutreten. Das eigene Profil kann schnell via Import aus LinkedIn und die Verknüpfung mit dem eigenen twitter-Account erstellt werden.

Nach dem Beitritt zur re:publica13 Community findet man sich in der Teilnehmerliste wieder und kann diese nach Namen durchblättern. Gibt man bis zu 5 Interessen an, werden passende Mitglieder der Community angezeigt.

Vor Ort kann der Teilnehmer dann noch in die Veranstaltung einchecken. Die Bizzabo App bietet eigene Kurznachrichten sowie zu jedem Profil eigene Twitter und LinkedIn-Buttons, so dass es einfach ist, die als interessant identifizierte Person zu kontaktieren.

Die Bizzabo-App bietet auch einen Stundenplan; leider sind die re:publica13-Daten (noch?) nicht drin. Aber der Sessionwecker der re:publica13 App funktioniert auch so.

Ticket als PDF oder Ausdruck

Der Einlass zur re:publica13 wird mit ausgedruckten Tickets oder PDFs auf Smartphone / Tablet abgewickelt. Das „digitale Klassentreffen“ bietet also noch ausreichend Oldschool-Feeling. ;) Eine Passbook-Integration, wie etwa zur CeBIT, kann man sich ja für die nächste re:publica aufheben.

Fazit: es gibt für alles eine App – insgesamt sechs

Über mangelnde App-Abdeckung kann sich die re:publica nicht beklagen. Die Teilnehmer sind eh gewohnt, zwischen mehreren Apps zu wechseln. Ich benutze lieber mehrere Apps, von denen jede „was kann“. Die perfekte Konferenz-App mit Tracks , Stundenplan, Lageplan, Speakern, Twitter, facebook, LinkedIn, XING,  Teilnehmerliste, Interessensuche, Favoriten, Kalendereintrag, Sessionwecker UND  zudem noch Passbook-Einlass muss erst noch gebacken werden. Mal sehen, wer das Rennen macht.

Digitale Drachen auf Smartphone und Papier

Morgen ist es soweit: die #next13 (http://nextberlin.eu) startet in Berlin – zum vierten Mal, nachdem sie von Hamburg in die Hauptstadt gezogen ist.

Unter dem Motto „Here Be Dragons“ diskutiert die „Digitale Elite“ auf drei Bühnen und in sechs Workshops nichts weniger als die ‚digitale Zukunft‘. Das Motto, das auch schon vom Chaos Computer Club verwendet wurde, warnte früher vor weißen Flecken auf der Landkarte: „Hier könnten Drachen sein“.

Eröffnet wird die digitale Drachenjagd am Dienstag um 9.30 Uhr von Neelie Kroes (@NeelieKroesEU), EU-Kommissarin für Digitale Agenda. Mit Spannung erwartet wird der Slot „The future of digital economy“ mit Peer Steinbrück, dem aktuellen Kanzlerkandidaten der SPD.

Tickets sind noch erhältlich; es gibt sogar einen Last-Minute-Discount von 40%. Das komplette Programm steht hier.

Besucher und Referenten können sich in der next13-Community unter bizzabo vernetzen. Hierzu muss die entsprechende App für iOS oder Android heruntergeladen werden. Nach Öffnen der App wird die NEXT BERLIN 2013 unter „Discover upcoming events“ angezeigt, wenn man sich schon in Berlin befindet. Ist man noch außerhalb der Region, erreicht man die NEXT mit dem Suchbegriff ’next‘ direkt von der Startseite aus. Innerhalb der NEXT13 Section der App findet man eine klickbare Agenda; die Anordnung nach Spalten – für jede Bühne eine – macht die Orientierung einfach. Jeder Slot ist klickbar und zeigt Details wie Speaker, Beschreibung, Uhrzeit und ein tweet-Fenster, in welchem allerdings „nur“ der Hashtag #next13 vorgegeben ist. Der zu twitternde Slot müsste manuell eingetippt werden.

Next Community in der Bizzabo App

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Die große Stärke der bizzabo-Community-App ist die Networking-Funktion. Die Teilnehmer können sich mit ihrem LinkedIn-Profil global bei bizzabo registrieren und zusätzlich ihren Twitter-Account verknüpfen. Ist das einmal erledigt, kann man für jede Veranstaltung einfach Mitglied der Community  werden und sich mit diesen Profilen präsentieren. Die Pflege eines eigenen Profils für jede Veranstaltung entfällt. Insofern hat der Veranstalter SinnerSchrader sicherlich eine gute Entscheidung getroffen, keine eigene, isolierte App für die #next13 zu beauftragen, sondern die Vorteile einer Multi-Event-App zu nutzen, die auf Networking fokussiert und Zugang zu stets aktuellen Nutzerprofilen gewährt. Mehr zur App im offiziellen NEXT13-Blogpost von Julian Hinz.

Damit nun nicht die gesamte Community im Rachen des digitalen Drachens verschwindet, haben die Veranstalter einen Reminder eingebaut, der uns auf dem Boden Berlins hält und uns daran erinnert, wo wir eigentlich herkommen. Denn das Ticket zum Einlass muss auf Papier ausgedruckt werden.

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The next app – die #next11 in der Tasche

Die next conference 2011 steht vor der Tür, genauer gesagt, sie beginnt in zehneinhalb Stunden.

Das Programm klingt schon mal sehr gut; im Vergleich zum Vorjahr hat die next nun drei Tracks mehr, nämlich sechs:

This year NEXT is all about Data Love. Together with well-known representatives of the international Internet industry our programme developers appointed digital industry experts to be curators of our theme tracks:

InternationalCommerceMedia,SocialMobileBranding and Technology.

Leider habe ich kaum Zeit, die Sessionbeschreibungen vorher zu lesen (zumal, wenn ich am Vorabend noch blogge, statt zu packen). „mobile“ und „international“ interessieren mich am meisten – und sowieso fährt die Hälfte der Leute wegen der Leute hin.

Natürlich liegen viele Sessions, die mich interessieren, parallel. Ich denke, ich werde mich vor Ort entscheiden. Und dafür werde ich die iphone App ausprobieren. Da ich mich beruflich mit dem Thema beschäftige, für mich ein Grund mehr, mir die App zur next 11 genauer anzusehen. Über die App zur next 10 habe ich hier geschrieben.

Die iPhone App zur next 11 wurde von SinnerSchrader und Infomantis GmbH entwickelt. Von diesem Absender findet sich nur diese App im Store – was nicht heißen muss, dass es die erste App von Infomantis ist.

Reduktion rulez…

Der homescreen spiegelt sehr schön den look-and-feel der next11 wieder. Er enthält „nur“ die vier Punkte des Hauptmenüs. Genau richtig, um im Konferenztrubel mal schnell etwas nachzusehen. Der „gleitende Kalender“ unter „Programme“ ist ebenfalls perfekt dafür. Es ist zwar immer nur ein timeslot sichtbar, aber die entsprechenden tracks stehen immer dabei. Die Orientierung ist somit etwas besser als in der letzten App, wo die Track-Themen nicht immer zu sehen waren. Durch die timeslots kann man seitlich „wischen“ – macht Spass und entspricht den Gewohnheiten der Apple-Benutzer. Finde ich gut gelöst!

… außer manchmal

Durch Klick auf das stilisierte „Herz/Häkchen“ rechts oben lässt sich jeder Programmpunkt in die eigene Favoritenliste aufnehmen. Diese funktioniert ohne Registrierung und hält auch dem Schließen der App stand: Wunderbar. Lediglich die Bestätigung des „Favorisierens“ könnte stärker sein: das „Herz/Häkchen“ färbt sich kaum merklich um – etwas mehr wäre hier mehr gewesen. Dafür sind die Favoriten im gleitenden Kalender auf einen Blick erkennbar aufgrund einer leichten Einfärbung des „Herzchens“. (In der next10 App färbte sich das ganze Feld ein, aber das hätte hier nicht funktioniert, da bereits die Tracktitel vollfarbig sind.)

Hauptsache, es geht um die Welt!

Natürlich kann man jeden Programmpunkt auf twitter und facebook posten – inzwischen Standard bei Konferenz-Apps. Konnte man in der next10 App zwischen drei twitter-clients wählen, wird man jetzt auf eine Website im Safari-Browser geleitet. Dort steht der generierte tweettext, den man abschicken oder verändern kann. Man könnte zum Beispiel „via #next11 iPhone App“ dazu schreiben. Vom Browser zurück zur App gelangt man über den homebutton des Geräts. Ich bin gespannt, wie stark das genutzt wird. Für den Veranstalter ein klarer Vorteil, wenn die Teilnehmer die Konferenz über die Stadtgrenzen Berlins hinaus in die Welt posaunen posten.

Alles in allem ein guter Konferenzguide, für die Zugfahrt und den schnellen Blick zwischendurch. Fürs „netzwerken“ hätte man wieder die Teilnehmerliste und evtl. eine „ich gehe hin“ Funktion für jede Session machen können. Aber das wird sich ohnehin auf twitter abspielen. Und für mehr Features hat man eh keine Zeit, schließlich ist man ja vor Ort, um Spass zu haben fachlichen Input zu sammeln und gute Gespräche zu führen.

Lego’s community policy: „We’re not stealing your thunder“

At Next10 conference, Peter Espersen, Online Community Lead (LEGO global), talked about LEGO’s community policy.

Here’s a video showing how they responded to the founder of a facebook page called „for those who have experienced the pain caused by stepping on lego! “ counting 607.000 „likers“ as of today. Essentially LEGO chose to reply by mailing a video apology to the founder of the group, letting him „post it“ and get the „thunder“, as opposed to post the news on LEGO’s corporate web site.

I have not found the video on facebook yet. But I think it was a good and natural way to respond. What do you think?

next10 startet morgen in Berlin

Hatte ich die next09 noch via twitterstream und flickr verfolgt und darüber ein webview zusammengestellt, bin ich bei der next10 live dabei. Morgen gehts los, diesmal in der STATION-Berlin, wo etwa 1.100 registrierte Teilnehmer und (davon?) über 100 speaker erwartet werden. Das Programm hat zwei Tracks, deren Themen ich allerdings nirgends finde. Am Mittwoch gibt es gar drei Sessions zum Thema Mobile, inklusive der unvermeidlichen „App Economy“.

On May 11, 9:00 AM Peter Lovatt alias Dr Dance and John Rogers of Local Motors will open the conference with two keynotes. Louis Rossetto who founded WIRED magazine and now is a Game Changer in chocolate production with TCHO will speak at 11:00 AM.

The first afternoon belongs to renowned international agencies and best practice cases. At 5:30 PM the Visual Effects Award is given to the lucky winners, before conductor Itay Talgam closes the first conference day with his keynote. After that the Official next10 Party takes place. Tickets just for the party are available in the ticket store.

The second conference day is opened by IT-expert and hacker Pablos Holman, and the blogger and PR professional Brian Solis speaking. The whole Track 2 is dedicated to the exploding App Economy. MP3 inventor Karlheinz Brandenburg gives a keynote speech at 1:30 PM on „How to be a Game Changer“. next10 will end with the Closing Party starting at 6:30 PM.

Eine detaillierte und nach Anmeldung personalisierbare Schedule findet sich auf  http://next10.sched.org/. Dort kann ich meine Schedule speichern und für jede Session sehen, wer noch so kommt vorhat, da zu sein.

Vorbildlicher Weise wird der twitter-#tag #next10 bereits vor Veranstaltungsbeginn veröffentlicht. Die Anreise-tweets rauschen schon munter durch. Mal sehen, ob es eine Twitterliste der next10 geben wird, der man einfach folgen kann.

Desweiteren hat die next10 natürlich eigene Seiten auf

  • Facebook (178)
  • XING (215)
  • LinkedIn (55)
  • Upcoming (16)

Die Zahlen in Klammern geben die Anzahl der jeweiligen Zusagen an, Stand: Vortag 12.45 Uhr. Damit haben sich nur ca. 20% der Teilnehmer auf XING und facebook zum Event registriert, abgeschlagen LinkedIn mit 5% und Upcoming mit 1%. Scheint recht wenig, wenn man die next10 als SocialMedia-Internet-Hype-Event begreift. Ich habe aber momentan keine Vergleichszahlen, z.B. von der LeWeb, zur Hand.

(Eigentlich habe ich die Social Networks Seiten angesehen, weil ich auf der Suche nach einem zitierfähigen Logo war. Ich habe zwar in den Infos zum Bloggerticket mal einen next10-Skyscraper gesehen, finde diesen auf der Seite aber nicht mehr. Das hier zitierte Logo stammt von der facebook-Seite.)

Sehr schön gelungen ist die iPhone app von cellular. Die Programmliste ist sehr übersichtlich; als Favoriten markierte Sessions werden blau eingefärbt – Personalisierung ohne Registrierung, sehr praktisch! Jeder Programmpunkt und Speaker kann aus der app heraus per Twitter (via nativem client), facebook oder mail „nach draußen“ kommuniziert werden. Das einzige #wasfehlt sind ein Videostream wie auf der LeWeb09 und die offline-Nutzung der App. Ansonsten: TOP!

Neuerdings gibt es auch eine next10 app für Android von mobile roadie, welche auch die tolle iphone app zur LeWeb09 gebaut haben. Falls es WLAN vor Ort gibt, werde ich beide ausführlich testen.

Das Programm hat 2 Tracks, allerdings kann ich nirgends die Themen beider Tracks entdecken.

Das Thema „Mobile“ ist – wen wundert’s – stark vertreten. App Economy darf auch hier nicht fehlen. Da Florian Resatsch als speaker gelistet ist, gehe ich davon aus, dass auch friendticker präsent sein wird.