re:publica13: Warum eine App, wenn man sechs haben kann?

re:publica 13

Heute morgen startete die re:publica13, die Konferenz zur Digitalen Gesellschaft, in Berlin. Drei Tage lang diskutieren Speaker und Teilnehmer über das Internet, digitales Leben, Netzpolitik und –kultur sowie verknüpfte Themen wie Human Relations, Kreativität.

re:publica13 Apps für jede Plattform

Pünktlich sind Smartphone Apps für die gängigsten Plattformen iOS und Android sowie eine browserbasierte Web App erschienen, die auch mit Windows Mobile, Blackberry, Samsung und anderen OS genutzt werden kann. Die Apps beinhalten, neben dem Programm und den Speakern, Features wie Sessionwecker (iOS), Speichern von Favoriten als Kalendereintrag (iOS) und die Suche nach Interessen (Android). Weitere Details der Apps finden sich in diesem Blogpost der @netzpiloten.

Die Apps wurden von engagierten Entwicklern ohne Entgelt erstellt. Man könnte hier vermuten, die re:publica investiere nicht (genug) in ihre eigene Digitalisierung. Ich hingegen finde es erstaunlich und lobenswert, dass die re:publica weiterhin mit sehr moderaten Preisen auskommt. Ich wäre durchaus bereit, für die Smartphone App zu bezahlen. Und wenn alle Teilnehmer dazu bereit wären, käme da auch eine Summe zur Kostendeckung zusammen. Zur „Shareconomy“ gehört m.E. eben auch, Aufwände zu teilen und sich von der Gratis-Mentalität zu verabschieden. Alternativ wäre es vielleicht auch möglich gewesen, die App durch Sponsoren zu refinanzieren; einen schickeren Werbeplatz gibt es doch kaum ;)

 Ein paar Wünsche bleiben immer: Trackfinder wäre schön

Die re:publica13 App für iOS ist für eine kostenlos entwickelte App hervorragend. Die Bedienung ist sehr einfach, das Design ansprechend und Favoriten, Kalender und Sessionwecker sehr praktische Features, um die Konferenz entspannt zu erleben und trotzdem keine wichtige Session zu verpassen.

Die farbliche Kennzeichnung der verschiedenen Tracks erleichtert die Orientierung im Programm. Ich hätte mir hier noch gewünscht, das Programm auch nach Tracks sortieret anzeigen zu können – wie einen Stundenplan. Im Moment muss man parallel stattfindende Sessions vertikal überscrollen und verliert so manchmal die Übersicht. Auch ein Lage-/Raumplan wäre hilfreich. Ein PDF hätte für die Station Berlin gereicht.

Lokaler Content via Bluetooth: Bluebee summt herum

Ein weiterer Smartphone-Service kommt von Bluebee. Das Unternehmen ist auf Bluetooth-basierte Bereitstellung von Content spezalisiert. Teilnehmer können vor Ort via BT die Inhalte zur aktuellen Session herunterladen.

Es macht XING am Kaffeetisch

Außerdem kann man sich per XING Radar auf dem Smartphone „warnen“ lassen, wenn sich bestehende Kontakte in der Nähe befinden. Die XING-App selbst ist veranstaltungsneutral; sie zeigt nur Kontakte an, die man bereits hat. Mit neuen Kontakten kann man sich allenfalls per „XING Handshake“ verbinden – vor Ort am Kaffeetisch.

So weit, so gut. Für das „Klassentreffen“ und die Pflege bestehender Kontakte reichen diese Apps sicherlich aus. Will man aber schauen, ob sich neue, potenziell interessante Kontakte unter den Teilnehmern befinden, reichen die genannten Apps leider nicht aus. Die offiziellen republica13 Apps sind teilnehmerneutral – vielleicht eine Analogie zur Netzneutralität?! ;)

Bizzabo App für die re:publica13: Leute suchen und kontaktieren

Für die gezielte Suche nach Teilnehmern oder Speakern, die zu den eigenen Interessen passen, gibt es re:match, eine B2B-Matchmaking-Aktion. Leider endete die Anmeldefrist bereits am 29. April, so dass ich dieses nicht testen konnte, da ich erst am 30. April mein re:publica Ticket gekauft habe.

Für alle, die nicht an re:match teilnehmen, gibt es aber auch noch eine App: Bizzabo ist spezialisiert auf die Vernetzung von Konferenzteilnehmern. Die re:publica Community ist bereits in der App angelegt. Nach dem Download braucht man lediglich die re:publica13 Konferenz zu suchen und der Community beizutreten. Das eigene Profil kann schnell via Import aus LinkedIn und die Verknüpfung mit dem eigenen twitter-Account erstellt werden.

Nach dem Beitritt zur re:publica13 Community findet man sich in der Teilnehmerliste wieder und kann diese nach Namen durchblättern. Gibt man bis zu 5 Interessen an, werden passende Mitglieder der Community angezeigt.

Vor Ort kann der Teilnehmer dann noch in die Veranstaltung einchecken. Die Bizzabo App bietet eigene Kurznachrichten sowie zu jedem Profil eigene Twitter und LinkedIn-Buttons, so dass es einfach ist, die als interessant identifizierte Person zu kontaktieren.

Die Bizzabo-App bietet auch einen Stundenplan; leider sind die re:publica13-Daten (noch?) nicht drin. Aber der Sessionwecker der re:publica13 App funktioniert auch so.

Ticket als PDF oder Ausdruck

Der Einlass zur re:publica13 wird mit ausgedruckten Tickets oder PDFs auf Smartphone / Tablet abgewickelt. Das „digitale Klassentreffen“ bietet also noch ausreichend Oldschool-Feeling. ;) Eine Passbook-Integration, wie etwa zur CeBIT, kann man sich ja für die nächste re:publica aufheben.

Fazit: es gibt für alles eine App – insgesamt sechs

Über mangelnde App-Abdeckung kann sich die re:publica nicht beklagen. Die Teilnehmer sind eh gewohnt, zwischen mehreren Apps zu wechseln. Ich benutze lieber mehrere Apps, von denen jede „was kann“. Die perfekte Konferenz-App mit Tracks , Stundenplan, Lageplan, Speakern, Twitter, facebook, LinkedIn, XING,  Teilnehmerliste, Interessensuche, Favoriten, Kalendereintrag, Sessionwecker UND  zudem noch Passbook-Einlass muss erst noch gebacken werden. Mal sehen, wer das Rennen macht.

Augmented Reality wrap up

Augmented Reality klingt immer noch etwas mysteriös, technisch und avantgardistisch. Auf der CeBIT 2013 scheint es (mal wieder) Trendthema zu sein. Dabei werden bereits seit Jahren die verschiedensten Anwendungsfälle erdacht und gemacht, von denen sich aber noch keiner flächendeckend durchgesetzt hat.

Ist Augmented Reality nicht doch bloß Marketing-Spielerei? Teuer, aber nutzlos? Was bringen Anwendungen wie die 3-D Sicht eines aufgebauten Packungsinhalts (Lego), aus dem Katalog springende Tische (IKEA), oder die AR-Spiele für Smartphones (iButterfly) wirklich?

iButterfly, eins der ersten Augmented Reality Spiele

Es gibt Situationen, in denen Augmented Reality wirkich nützt. Sie kann Landkarten ersetzen. Der Blick durch die Kamera erspart die Frage, ob der Benutzer den  Stadtplan richtig herum hält. Sind in dieser Straße Wohnungen frei? (Immonet) Wo ist der nächste Briefkasten? (Deutsche Post).

Immobiliensuche mit Blick auf die Straße: App von Immonet

Briefkastensuche durch die Kamera: App der Deutschen Post

AR Techniken sollen zu größerer Sicherheit führen, z.B. bei der Wartung von Flugzeugen.

Per nahezu unsichtbaren Markern auf  Printmedien (Katalogen, Büchern, Plakaten) können diese auf elegante Weise mit elektronischen Medien verknüpft werden, etwa ein Buchdeckel, der im Smartphone betrachtet plötzlich ein Interview mit dem Autor abspielt. Das ist witzig, aber ist es auch hilfreich? Diese Art der Anwendung stellt lediglich eine Verbindung her. Augmented Reality ist hier so etwas wie der elegantere QR-Code, der dem Smartphone ein Signal übermittelt. Ebenso gut könnte man den Videolink per E-Mail verschicken oder auf twitter posten.

Zahlreiche Anbieter drängen mit AR auf den Shopping-Markt. Mit Hilfe von AR soll die Anprobe von Kleidung ersetzt werden; Apps liefern Zusatzinformationen und speichern Vorlieben: Quasi eine Kombination aus Loyalty Card und Gebrauchsanweisung.  So stellt IBM auf der diesjährigen CeBIT eine AR-Shopping App vor, die offenbar ohne spezielle Marker auskommt und stattdessen auf Bilderkennung setzt:

The new app, which IBM is calling the Augmented Reality Shopping Assistant, works when a store customer scans the shelves in a retail store with their smartphone. The app then recognizes the packaging, finds each product in a cloud database, and presents a tag on the screen of the smartphone with basic information on each product showing on the phone’s screen. The shopper can tap a tag and get more detailed information, including nutritional information or pricing of the same product in other sizes.

The product works by actually recognizing the package. There’s no need to scan a bar code on the box. The app can also integrate with social networks to see user reviews of the product or locate more detailed information.

Auf der CeBIT Webciety Bühne wird  „Augmented Reality in Marketing & Service“ diskutiert. Ich habe gestern spontan die Moderation zugesagt und bin nun gespannt, was die Kollegen von Daubit, explido und Die Etagen zu erzählen haben.

Einer meiner Favoriten ist die Guerilla-Exhibitors des MoMA, die sich per Augmented Reality kurzerhand in das Museum of Modern Art, NYC, hineinschmuggelten. Das ist zwar auch nicht zwingend „nützlich“, aber es zeigt, was AR auf jeden Fall ist: Kunst.

Die neue Mobilität: Kein Auto, vier Macs

Wie ihr richtig vermutet, handelt es sich bei diesem Titel nicht um eine zu-Fuß-Bestellung bei einer Fast-Food-Kette.

Es geht um steigende Smartphone-Nutzung bei sinkender Attraktivität, ein Auto zu besitzen. Was man daraus macht, zeigen Firmen wie flinc, carzapp, oder tamyca, die privates Carsharing sinnvoll mit Smartphone-Funktionen verknüpfen – vom integrierten Navi, das potenzielle Mitfahrer in Echtzeit auf der Strecke anzeigt (flinc), bis zur Ersetzung des Autoschlüssels durch das iPhone (carzapp, flinc).

Ich selbst habe vor drei Jahren eine bewusste Entscheidung getroffen: ich habe kein eigenes Auto mehr – ich fahre Rad, Taxi, Bus, Zug oder fliege. Ein eigenes Auto permanent stehen zu haben ist mir einfach zu teuer. Wertverlust! Risiko! Ich stell mir keine X-tausend Euro auf die Straße. Kraftstoff: 1,50€ pro Liter? No way. Ich weiß noch, als Benzin 62 Pfennig pro Liter kostete – heute zahlt man das fünffache! Für jeden verdammten Liter. Wenn ich ein Auto brauche, leihe ich mir eins von privat. Hätte ich diese Möglichkeit nicht, wäre ich schon längst einem carsharing beigetreten.

In dem selben Zeitraum, seit ich kein Auto mehr habe, habe ich zwei Macs und zwei iPhones angeschafft. (Brauche ich alles beruflich! Ja!) Statussymbole ändern sich – ein Auto ist nurmehr dafür da, von A nach B zu kommen. Coolness geht heute anders. Zum Beispiel so: Der Gründer von flinc erläutert, warum carsharing heute keine Ausreden mehr akzeptiert und verschenkt sein Auto. Sehenswert!

Das Ende der Hörprobe: Spotify startet in Deutschland

Auf diesen Tag haben viele gewartet: Spotify ist ab heute in Deinem Land verfügbar. In Deutschland.

Jetzt in Deinem Land verfügbar

Ab heute können Musikfans auch in Deutschland mit Spotify langfristig kostenlos Musik in voller Länge streamen. War man bisher auf Hörproben zwischen 30 und 90 Sekunden, kostenpflichtige Streams, Kaufmedien oder youtube angewiesen, um Musik on Demand zu hören, geht das mit Spotify jetzt kostenlos. Zehn Millionen Nutzer weltweit (davon 3 Mio. zahlende) in 13 Ländern und 16 Millionen Titel dieser Partner machen Spotify zu einem der größten Musikstreaming-Dienste. Technisch basiert es wie schon die Napster-Frühform auf P2P (peer-to-peer), nur mit dem Unterschied, dass jetzt legale Server irgendwo in Schweden stehen und streamen, was das Zeug hält. Jedenfalls stellt man sich das so vor. Was ist nun so revolutionär an Spotify? Eigentlich gar nichts, und doch: alles.

Revolution 1: Gratis-Streaming

Gratis-Tracks on Demand in voller Länge gab es in diesem Umfang noch nie. Künftig wird sich niemand, der einen Track oder ein Album kaufen will, mit Hörproben zufrieden geben müssen. Musikschnipsel werden endlich überflüssig – mit weitreichenden Folgen. Man darf gespannt sein, womit Apple iTunes künftig ausstatten wird, um Abwanderung zu stoppen. Und wie lange die Musikabteilungen in Märkten wie fnac oder Saturn noch Scanner zum Abspielen dieser Hörproben installiert haben werden – oder wann sie sich selbst gleich mit abbauen. Schließlich verkauft Spotify auch Musiktitel. Spotify hat drei Nutzungsmodelle, die man – anders als bei anderen Streamingdiensten – nicht lange suchen muss: Hol Dir Spotify

  • Spotify free: 6 Monate unlimited, danach wohl 10 Stunden pro Monat, 6 Mal pro Titel.
  • Spotify unlimited (ohne Werbung)  4,99€ / Monat
  • Spotify premium (+offline +mobile)  9,99€ /Monat

Die Bezahlstruktur ist identisch mit der von Rdio, mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass Rdio keine Gratisvariante hat. Spotify free scheint langfristig kostenlos, wenn auch mit Einschränkungen. Die Veröffentlichung der gehörten Titel auf facebook ist per default aktiviert, lässt sich jedoch vom Benutzer abschalten. Das Gratishören wird somit schlicht durch Werbung erkauft – ein nachvollziehbares Modell. Sicher trackt spotify, was man hört, und wird diese Daten verarbeiten. Das ist bei anderen Streaming-Diensten aber nicht anders. Als alte lastfm-Hörerin stört mich dieser „Invest“ meinerseits nicht. Spotify funktioniert auch ohne Internet: Im Premium-Modus werden zuvor markierte Titel offline abgespielt – praktisch auf Parties oder Reisen. Die Musik wird „nicht heruntergeladen, sondern zwischengespeichert“ (wie lange hat der Übersetzer daran gefeilt?) – was bedeutet, dass die Tracks nur bei gültigem Account zugänglich sind (FAQ). Endet der Premium-Account, ist alles weg. „Zwischenspeichern“  hält 30 Tage. Alles in allem ein mehr als faires Angebot, dessen langfristige Gratis-Variante in der Tat eine „Revolution“ im Musikmarkt darstellt.

(Revolution 2: UX 2.0 – der mündige Kunde)

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Die Pilotphase ist vorbei: Apps für Messen und Kongresse werden erwachsen.

(Fachbeitrag veröffentlicht in MOBILE BUSINESS 10/11)

Im Auftrag der Heidelberg Mobil International habe ich einen Fachbeitrag für die MOBILE BUSINESS geschrieben. 

Scan als PDF: Die_Pilotphase_ist_vorbei_-_MOBILE_BUSINESS_Oktober_2011

Nachfolgend zur besseren Lesbarkeit der Originaltext, der auch auf der Website von Heidelberg Mobil veröffentlicht wurde.

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Qype erster Partner in Europa für facebook places

Soeben haben Qype und facebook die Integration von facebook places in Qype bekannt gegeben.

Der facebook social graph wird tief in Qype integriert und hilft den Benutzern, die Empfehlungen auf Qype durch den eigenen social graph zu filtern. Empfehlungen werden damit (theoretisch) relevanter, wenn sie durch eigene Freunde kommen. Zumindest, wenn man deren Geschmack kennt und – noch besser – teilt.

Qype hat 17 Millionen registrierte Benutzer in Europa und 1 Million downloads der Mobile App.

Das update der Qype App mit facebook places integration wird heute im Apple App Store erhältlich sein.

Ein Video der Ankündigung folgt später an dieser Stelle.

Gruß aus Paris!

Edit: hier kommt das Video!

Weitere Screenshots auf dem Qype-Blog.

 

Is Apple stealing my iPhone?

I have written about my personal Apple experience before.

On Thursday, I found out by chance that the product ID of my iPhone has been set to invalid during the (failed) swap in the Apple store. After typing in the ID of my iPhone on the „Check Your Service and Support Coverage“ page I got this:

Hello? My product ID is not valid any more????? I had a half year’s support guarantee left (unitl Dec 21).

Now, I understand. With a „not existing“ product ID, it is probably impossible to restore the iPhone successfully. That could be the reason why I did not succeed.

The bad thing is, with a deleted product ID, it is impossible for me to get ANY help from ANY Apple support anywhere.

I don’t understand why the guys in the Apple store in Dallas did not re-activate the product ID. I don’t understand why they did not even tell me that my product ID was not valid any more. I found out by chance, after 10 days of total darkness about what caused my iPhone not to accept my SIM card from one minute to another.

I contacted Apple. I called the phone number from the Apple store in Dallas and talked to an Apple support employee (seemingly not from Dallas) and then to his senior advisor. In total I spent nearly two hours on the phone waiting for solutions. The support people were very friendly. Eventually, the senior advisor  confirmed that the product ID would be restored, but it might take up to 72 hours.

After 74 hours, I still get this:

You can join me in the „game“ and try out my product ID: 87944P243NQ here. If you get a message that it’s working again you are welcome to comment.

I have emailed Apple asking that they immediately restore my product ID.

What if they don’t? I am stuck. I feel like in one of Grisham’s novels. If your number does not exist, you don’t exist. Or your phone. That’s why I say that Apple is „stealing“ my iPhone. Because they took my product ID away and I did not get it back. Let’s see how this continues. Any suggestions?

What the hell have I done to you, Apple?

This is quite an emotional blogpost. Somewhat pathetic. About an experience I would have liked to miss. How to get from a working iphone, which I loved, to a useless, but pricey electronic piece of nothing. Thank you, Apple.

I am sitting here in Mexico City, on holidays. It is 1.22 a.m. and again, I’ve spent hours on the web trying to find what to do to make my iPhone WORK. AGAIN. LIKE IT DID before I went into that Apple store.

It all started with a white screen. Last week on Sunday, my iPhone (3GS, AND new bootrom as I learned today – don’t worry, I won’t bother you with tech stuff. I use Apple because I’m not a nerd. I admire nerds in a way, but I am not keen on reading tech tutorials) displayed a blank screen. Hours later, it added some tiny black vertical lines.

The thing with an iphone is, that, even when it’s broken and useless, it still looks good. Thats what I thought then. Now, a week later, I look at it and all I want to do is cry. What have I done to you, Apple, to deserve this?

I bought the phone in Germany last December. Unlocked, from Italy I guess. I didn’t jailbreak it and don’t want to, in fact. All I want to do is use it. I have operated it with a german O2 postpaid card for six months and all went well.

When the phone started to display the white screen, I found myself in Dallas, Texas, on holidays. So I went to the nearest Apple store to see if they could help. The screen was displaying some palid graphics which could be recognized as the home screen. Anyway, I could not use the phone this way. So I visited the store.

The first two hours, I fell even more in love with Apple. You walk into the store, a friendly guy with an Apple shirt takes down your name and tells you to wait in the store for max. an hour. So I casted myself on the iphone 4, which I hadn’t seen live before. I love it. I looks all grown-up and is easier to hold. The display is very bright and clear, like Samsung’s amoled. I wish I could have taken one home. But forget it, of course it comes locked with AT&T. And I have no idea of jailbreaking and forced unlocking. I feel it’s kinda „dirty“, don’t get me wrong. I am a simple Apple user wanting simplicity and beauty.

After having tested the iphone 4, I played around with the ipad a bit. I like it, but I really don’t know how to hold it. I think I would use it on a table or on my knees and prefer a stable base, as I fear it could slip out of my hands. And I didn’t get the feeling I MUST have it. Of course it’s beautiful and elegant, but I think I prefer my Macbook Pro, on which I am typing this.

After having played around for about 45 mins in the store, the big screens in the back at the helpdesk showed my name. It was my turn. So I talked to a technician and explained that the phone is from Europe but hoping he could help me. He checked the serial number and disappeared with the phone. Five minutes later he came back with it, displaying a perfect screen and a note claiming „0.00 $“. You can imagine the grin on my face. So far, I loved Apple even more. They helped me out quickly and elegantly.

So I purchased something from the store. I said to myself: hey – I didn’t pay for the new display (they simply put a new one in), so I can spend some money on things I ‚really‘ need. I bought a wireless mouse and a travel kit. Happily I wanted to leave the store and tell the world how great Apple is. The grin was still on.

Then, while paying the things I ‚really‘ need, the phone screen went white again. Hmph. I showed it to the guy who was receiving my payment – needless to say that this Apple store did not have a classic cashier. Any Apple guy or girl walking around in the store could bill your purchase. Elegant, indeed.

The new guy went off with my phone, again. They changed the display, again. It worked, again. For two minutes. Then the screen turned white again.

NOW comes the ugly part.  Until here, I was totally in love with Apple.

The guy offered me to give me a new phone in exchange. Well well! First I went: YAY! A new phone after having used it for six months! No scratches, anywhere! I would keep it safe and warm, not in my pocket and not loosely in my handbag! Awesome!

He took a little white box from a drawer and began to unpack the new phone. My heart jumped of joy. For the last time, as I soon would know.

Can you imagine what happened? I couldn’t. But I was to learn quickly.

Of course, the new phone didn’t work with my SIM. The new phone was US, AT&T only. So far, nothing lost. Take out the SIM off the new phone and put it back in my old phone, whose display was working at that moment. Walk out with a million thank yous for trying everything you could, dear Apple guys.

But – what the heck???????? (Imagine a million question marks on my face.) My old phone would not accept my SIM card any more. It said „please insert a valid SIM“, in spite of the fact that I had done exactly that. The same SIM I had used with same phone with for six months.

NOW the thing got bad. The Apple guy explained to me that there was nothing he could do. I would have to check out with my provider, or the store I got the phone from. He could not make it work, nor change it. What the heck…?

He called the manager. Both were friendly, but it was obvious that they could or would not help me. Now –  before I walked into that store I had a working phone with a broken display. Now I had nothing but probably the most expensive ipod touch in the world, with a camera.

I tried to make clear that eventually they made my phone useless, so I was about to leave with far, far less than with what I walked in. They sticked to „we have done all we can“. Yes, and you did far more than you should have, unfortunately.

I am sure that these guys really wanted to help. The guy who offered me the phone didn’t do so in order to upset me. He also offered a backup from my old phone on a mac in the store. (Now I feel worried about that, too. Apple has all my address book, photos, calendar and emails. They are not entitled to use them but I got NO information about what they will do with it. I would have loved to hear or read something like „Apple will NOT use your data and delete it immediately after passing the backup to the new phone“. But I got nothing like this and in the hassle I didn’t ask. I should have.) But I eventually walked out with nothing but a non-working iphone which had worked before, the receipt from the last attempt and a new iphone case  I don’t really need – just because I asked for a little goodie to make me feel less sad. It didn’t help.

Now here’s the last photo I shot with my phone:

The last photo? Yep. Things got even worse when I got back to my room. I tried to restore the phone with iTunes, hoping it would accept the SIM again. What are restores for, if not for these kinds of things? Don’t laugh. Remember? I use Apple for simplicity and elegancy.

After the restore, even the ipod touch was gone. All I have now is this:

I spent half of my last night in Dallas looking for help on the internet. But you can’t solve a problem like this within hours. So I was to start my three-week holiday in Mexico with a useless piece of metal and glass. Cold iphone turkey. From heavy user to nothing within hours. Hard! Jeez, I was looking forward to try my iseismo app out here in Mexico. I was forward to locate my position on google maps while travelling. Yes, I am addicted to my iphone. That’s what they are made for, right? I have everything on it. Adresses. Emails. Photos. Music. Apps for this and apps for that. Currency converter (travelling!). Soccer world cup schedule. Google maps. Guitar Tuner. Travel guides. Dictionary. Games. How can you possibly drop all that within hours, unprepaired? It’s really hard. For me.

Now don’t tell me, „you’re on holidays, take it as a break from daily routine“. Yes, I do. And it helps to relax, in a way, not using it. But what I can’t see is: what was my fault? Who is responsible for this? Will I ever be able to use it again? I paid a lot of money. It’s an Apple product. It’s sold unlocked in Italy. Now I should wait till coming home from my holidays to look after Apple support in Italy? Will they be able to help me? I still don’t have a clue what went wrong. What the Apple guys did. Because ME, I did nothing – except for legally buying an Apple product and asking for help in an Apple store. Now how ridiculous is this? I walk out with a phone that technically works, but Apple locked it and kind of „stole“ it from me?

Epilogue

After thorough research on the web, I found out that

  • I am not the only one. The web is full of threads treating these problems (here, here, here,…)
  • I will have to unlock the phone using procedures with fancy names like sn0wbreeze
  • To unlock it, it seems I HAVE TO jailbreak it (what I never wanted).
  • My phone is too new (week 44/2009) for currently available jailbreak procedures to work, because…
  • I should have saved 3.1.3 SHSH blobs (…don’t ask.)
  • All I can do is wait for some smart hackers to release something that can help me.

And I found this graphic here.

This seems to be the newest tutorial on how to unlock a iOS 4.0 phone, set up by a smart developer named ih8sn0w. He seems to be a kind of hero now. I read the tutorial twice. All I understand is, without SHSH blobs from previous firmware, I can’t use it. And this thread knocked me off my heels:

When will Jailbreak with 3Gs on 4.0 on New bootrom Without SHSH Blobs be available?

ih8sn0w: When a new exploit is public.

How far in the near future are we talking here?
ih8sn0w: About a month or a Month in a half. Either an iBoot exploit or Userland.
Whatever iBoot exploit or Userland means. A month??????
Now, Apple. From shiny-easy-beautiful to developerspeak in zero time. I’m a user, remember? I don’t want to jailbreak anything.
But it seems that those developers, hackers, whatever, are the only ones who can help me restore what was working fine before Apple made me feel its locking policy. The ugly face.
And completely unnecessary. I feel I have absolutely no fault in this. My happy Apple feeling has gone.
I ended up using my old NOKIA N95 again. Can ANY brand afford this? I think, NOT.
But unfortunately, Apple can. I know. Still I can’t believe they have done this to me.

„Square“: zahl’s mit iPhone (und Kreditkarte)

Die Le Web in Paris hat vor gut einer halben Stunde begonnen (livestream) und gleich der erste Programmpunkt, getarnt als „Fireside Chat with Jack Dorsey“, enthielt eine Sensation: Square, ein kleines quadratisches Kästchen, das nichts weniger als eine Revolution im mobilen Payment auslösen soll.

Ins iPhone gesteckt, wandelt das schwarze Plastikkästchen magnetische Wellen in Sound um – sound, den das iPhone via Internetverbindung sendet und binnen 10 Sekunden einen Zahlungsvorgang abwickeln kann. Geotagging und ein Foto des registrierten Benutzers sowie diverse Trackingmechanismen sollen die Sicherheit des Zahlungsvorgangs erhöhen.

Für kleinere Beträge ist Bargeld sicher schneller, aber wenn es sich als sicherheitstechnisch brauchbar herausstellen sollte, sehe ich viele sehr schöne Use  Cases – nicht nur auf Flohmärkten.

Hier ein kurzes Video von der Demo – mit dem Netz von Orange hat’s geklappt.

Ein cent von jeder Transaktion geht an ein Charity Water Project.

Laut Jack Dorsey ist dies das beste Produkt für Demos, das sie je hatten – er hat rein aus den Demo-Transaktionen bereits 600 Dollar Kapital erhalten…

http://www.squareup.com

Audio branding mit Soundwalk

Augmented reality mal anders:

Nicht visuell, sondern auditiv (ja, hab’s nachgeschlagen)  erweitert SOUNDWALK unsere Wahrnehmung mit akustisch geführten Touren der etwas anderen Art. Die „Walks“ gewinnen regelmäßig Audie Awards; für GROUND ZERO gab’s 2005 den renommierten Dalton Pen Award von Warwick Publishing. Das 1998 gegründete Unternehmen versteht sich als Kreativschmiede für audio branding und hat über 40 Touren produziert.

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Audio branding für die Avantgarde

Zu den Kunden zählen kulturelle Einrichtungen (Louvre, Bryant Park), französische Luxusmarken (Chanel, Louis Vuitton, Pomméry), Telkoms (Orange) und consumer / lifestyle brands (Puma, Adidas, Sony). Die  Soundwalks repräsentieren jeweils außergewöhnliche Projekte wie Chanels Mobile Art oder zumindest besondere Stories. Nicht überraschend, dass der Adidas-Vorzeigehopper Jazzy Jay (TOUR NYC: BRONX) am Ende des Teaservideos verkündet:

SOUNDWALK. For people who usually don’t take soundwalks.

Touren: In welchem Film bin ich hier eigentlich?

Die Touren verwenden häufig Filmmotive. Das ist natürlich Geschmackssache. Ob ich den Louvre mit „Da Vinci Code“ verbinden möchte? Nein. Aber Jean Reno höchstselbst spricht die Tour und hat die Chance, das Thema cooler zu machen, als es im Film war.

Durch LITTLE ITALY flucht sich Sopranos-Darsteller Vinny Vella mit italienisch akzentuierter Reibeisenstimme, verwoben in einen Klangteppich von Schüssen und mafiösen Mandolinenklängen (grins).

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Das ist schon cool gemacht. Bei LITTLE ITALY kommt ein Gefühl von Mafiafilm auf. Nun weile ich gerade NICHT in New York… kann mir aber gut vorstellen, dass so ein Sound seine Wirkung nicht verfehlt, wenn man die entsprechenden Straßen herunter walkt.

Den gleichen Film-Effekt entwickelt auch PARIS: PIGALLE, gesprochen von Jane Birkins Tochter Lou Doillon. Eine sexy Stimme und filmmusikmäßige Untermalung – das ist kein touristischer Podcast, der mal eben Pigalle erklärt, das IST Pigalle.

Der Schriftsteller Paul Auster hat sich an GROUND ZERO gewagt und beginnt seine Tour mit den Worten:

„Most of our monuments are mute. But this is a sonic memorial. A walking memorial. Let’s begin walking.“

Da kann’s einem schon anders werden…

Alle Sprecher – darunter Filmgrößen wie Jeanne Moreau – werden in einer Galerie portraitiert.

Die PUMA SOUNDTRIPS für deutsche Städte zur Fussball-WM 2006 sind eine witzige Idee (PDF), die Produktionen fallen gegenüber den anderen jedoch etwas ab. Die  Sprecherin ist trotz ihres betont ausländischen Akzents („se“ statt „the“) nicht lustig. Das Fussballgetöse im Hintergrund könnte man eigentlich jetzt mal löschen und die Podcasts nochmal ohne WM-Gedöns kostenlos anbieten, warum nicht.

Preise

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Die Touren kosten 12 USD, die PUMA trainaways 10 USD. Einige podcasts gibt’s gratis bei iTunes, z.B. bryantpark hosted by Matthew Broderick (in Zeitungsleserpose). Zu jeder Tour gehört eine stilvoll gestaltete Karte (PDF) mit einer Liste der verwendeten Tracks, die unabhängig vom Kauf gratis geladen werden kann.

Seit gestern gibts auf dem Blog ein schönes Teaservideo für Paris (das ich leider nicht einbinden kann).

PARIS SOUNDWALK VIDEO TEASER (EN)

Nachtrag 03.10.09: Nuit blanche Aktion zum Launch der iphone app

Zum Launch der neuen Paris iphone app veranstaltet SOUNDWALK eine „Nuit blanche“ in der Stadt der Liebe, welche schon fleißig gewittert wird #nuitblanche (wobei mir einige tweets etwas „inszeniert“ erscheinen).

Zum Launch gibt’s eine Komplettversion nach Wahl aus den Paris Soundwalks gratis auf http://nuitblanche.soundwalk.com/ (code kommt per email). Meine Wahl fiel auf St. Germain dés Pres (frz) – ob’s ne gute war, erzähle ich euch später.

Fazit

Insgesamt eine klasse Idee, hervorragend produziert. Mobile audio branding ist ein bisher wenig besetztes Feld und sticht unter den meist drögen Podcasts heraus. Auch die  Soundwalk-Website ist konsequent elegant – so elegant, dass ich Schwierigkeiten habe, den Scrollbutton zu erwischen, der (weil’s besser aussieht) nur eine Linie ist. Auch das gehört wohl zum „edgy“ Anspruch der Avantgarde.

Social Media Elemente sind im Produkt selbst anscheinend nicht vorhanden – etwa ein tweet this-button (‚elp! I’m trapped in the #Louvre. come and join me http://bit.ly/143bVJ #soundwalk) oder ein Location based network, in dem sich Soundwalker gegenseitig erkennen und zusammenschließen können.

Auch scheint die Anwendung bisher völlig frei von interaktiven Services zu sein. Damit bleibt Soundwalk ein – exzellent produziertes – reines Konsumprodukt, das trotz der ultramodernen Gestaltung nicht über one-way Kommunikation hinaus kommt. In diesem Licht erscheint die „Avantgarde“ in der heutigen von Vernetzung geprägten, Zeit irgendwie… von gestern. Aber früher war ja sowieso alles schöner. Zumindest vermittelt das neueste Teaservideo im alten Pariser Café-Stil ein gutes Gefühl.