2: Barcamp Braunschweig #bcbs09

Barcamp in Braunschweig

Das erste Barcamp in Braunschweig zeigt, dass die Barcamp-Idee immer mehr auch regional umgesetzt wird. Erstaunlich, dass sich nach den relativ großen Barcamps in Berlin (vor 4 Wochen) und Hamburg (vor 2 Wochen) sowie Bielefeld (letztes Wochenende) auch in Braunschweig engagierte Leute einfinden, um sich auszutauschen.

Ich hatte mich mit „vielleicht“ angemeldet und kam daher in den Genuß einiger sehr guter Vorbereitungs-Emails, in denen der Ablauf und die Funktionsweise bis hin zu der Kleidungsfrage freundlich und entspannt erläutert wurden. Danke!

  • http://barcampbs.mixxt.de/
  • Themenvorschläge, Sessionplan
  • twitterwall: http://twitterwallr.com/bcbs09
  • flickr: http://www.flickr.com/photos/71127958@N00/sets/72157622766684577/
  • Blogpost von Martin Thielecke (@mthie) über seine Session Cloud Computing
  • 1: Videocamp in Essen #videocamp

    Videocamp in Essen

    Beim VideoCamp handelt es sich um die abgewandelte Form eines BarCamps, ein sog. ThemenCamp. Das VideoCamp folgt dabei grundsätzlich den Regeln eines BarCamps (u.a. offene und gemeinsame Festlegung der Themen vor Ort am Samstag bzw. Sonntag morgen).

    Anders als die themenoffenen BarCamps geht es beim VideoCamp aber eben um das Thema „Video“, ob nun Mobile, Web oder IP-TV.

    Wir grenzen uns klar vom Thema „Web-TV“ ab. Das Ausspielen von Fernseh-Inhalten nimmt einen immer stärkeren Stellenwert im Netz ein. Deswegen ist es umso wichtiger, den originären Video-Inhalten im Internet eine Stimme zu verleihen. Web-Video muss sich gegenüber Web-TV emanzipieren.

    Mehr zum Videocamp im Internet unter: www.videocamp.de

  • Homepage: http://www.videocamp.de/
  • Sessionplan (aktualisiert)
  • livestream über zap.tv.
  • livestream von @kirchberg
  • twitterwall: http://twitterwallr.com/videocamp
  • Flickr: http://www.flickr.com/photos/ifranz/sets/72157622766469743/
  • netvibes-übersicht von @lpasslack – danke!
  • Da ich selbst nicht vor Ort bin, kann ich nur berichten, was ich vom livestream und auf twitter sehe.
    Thematisch festgelegte Barcamps wie dieses Videocamp sind derzeit noch eher selten, da wäre noch das Community Camp in Berlin. Die Teilnehmer mischen sich aus Medienprofis, Videojournalisten, Studenten und Social Media Leuten, die über die Rolle, Technik und Zukunft von Video sprechen wollen. Entsprechend decken die angebotenen Sessions eine große Bandbreite ab – von technischen Themen virale Gestaltung von Videos bis zum Videoexperiment über lokale Inhalte.
    Die erste Session, die ich mitverfolgt habe, fand ich sehr interessant. Der Videomitschnitt kommt hoffentlich auch auf zaplive.tv.
    Videotrends Videodistribution, aktuelle Trends im Videobereich -Möglichkeiten, Videos zu verbreiten von Bertram Gugel (Dortmund)
    @digitalerfilm blog


    Barcamp-Wochenende in Braunschweig, Mainz und Essen

    An diesem Wochenende finden drei Barcamps parallel statt (was ist ein barcamp).

    Diese Veranstaltungsform erfreut sich, wie man an diesem Wochenende mal wieder sieht, wachsender Beliebtheit. Zu Recht – bieten Barcamps doch die Möglichkeit, sich ungezwungen auszutauschen, Inspiration zu holen und Menschen kennenzulernen, die ähnliche oder völlig konträre Themen und Thesen haben, und voneinander zu lernen. Un-Konferenzen werden die Barcamps auch genannt, um sich von den hochpreisigen und komplett durchgeplanten Konferenzen von Veranstaltern wie IIR abzugrenzen. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos und wird durch Unternehmen gesponsert, deren Mitarbeiter meist auch die Chance nutzen, eigene Projekte vorzustellen und sich Feedback zu holen.

    Um den Überblick über die drei Barcamps zu behalten, die zur Zeit parallel stattfinden, habe ich mal die twitterwalls und Zeitpläne zusammen gestellt. Inhaltlich wird es wie immer sehr spannend und ich hoffe auf viele Berichte und tweets.

    Nachtrag 13 Uhr:

    Weil es langsam zu viel wurde, alle drei camps in ein post zu packen, habe ich jedem ein eigenes Post gegönnt:

    Barcamps an diesem WE, 1: Videocamp in Essen #videocamp

    Barcamps an diesem WE, 2: Barcamp Braunschweig #bcbs09

    Barcamps an diesem WE, 3: Barcamp Mainz #bcmz

    Twittcommerce: Zwitschern für den Wandkalender

    Dass Druckereien zum Jahreswechsel ihre Kunden mit Printkalendern totschmeissen erfreuen, liegt ja nahe und ist meistens ja auch schön.

    Die berliner Druckerei Printreform surft diesmal auf der twitterwelle und hat ihren Wandkalender 2010 im Stil des micromessaging-Dienstes gestaltet:

    Entsprechend veranstaltet Printreform nun eine Aktion auf twitter (sic!). Sie ist einfach verständlich, gut vorbereitet und hat somit gute Chancen. Printreform schreibt auf ihrem Druckereiblog:

    Diesen klasse Wandkalender in der Größe 1000 x 700 Millimeter in stilistischer Anlehnung an den Microblogging-Dienst Twitter kann jeder Teilnehmer bei der Aktion erhalten. Alles was man dafür tun muss ist…

    … einen Tweet auf Twitter über die Aktion zu veröffentlichen und uns auf Twitter zu folgen. Erledigt man diese Aufgabe, zieht man automatisch ein Los und wandert in den Topf.

    Vorlage für den Tweet:

    Ich möchte einen Twitter-Wandkalender 2010 von @druckerei_de bekommen. Zur Aktion von www.druckerei.de -> http://bit.ly/4vTob5

    Ich habe von der Aktion tatsächlich über twitter erfahren, in meiner timeline hat jemand genau das getwittert. Der Link führt zu besagtem Blog, die Aktion ist schnell verstanden und sympathisch – beste Voraussetzungen für Viralität.

    Warum ich ausgerechnet darüber blogge? Ja, ich habe ein rein materialistisches Motiv. Wer das bloggt, erhält nämlich drei Wandkalender:

    … einen Blogbeitrag im eigenen Blog zu veröffentlichen und darin über die Aktion zu berichten. Um den eigenen Lesern etwas mehr Inhalt zu bieten, kann man beispielsweise auch schreiben, warum man Twitter süchtig ist, also woran man es feststellen kann. In diesem Blogbeitrag muss man natürlich die Aktion verlinken und freiwillig einen Link zu www.druckerei.de setzen. Jeder der das tut, bekommt definitiv drei Wandkalender. Bei der Verlosung nimmt man damit also nicht teil. Der Gewinn ist gesichert! Damit wir jeden Blogbeitrag finden, ist es sinnvoll seinen Beitrag in den Kommentaren zu nennen.

    Erledigt!

    Erstaunlicherweise sind allein am heutigen, ersten Tag anscheinend um die 90 Blogbeiträge gepostet worden – derweil ich dies schreibe, hat das druckereiblog-post schon an die 100 Kommentare, wovon einige ohne Bloglinks sind.

    Klar könnte ich jetzt noch sagen, dass diese Aktion ein gutes Beispiel dafür ist, wie man mit einfachen Mitteln Reichweite über Social Media erzielen kann. Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich will den Kalender, basta!

    Natürlich hat kommerziell motiviertes Bloggen immer ein Geschmäckle und mitunter auch harsche Konsequenzen.Ich denke aber, wenn man sein Motiv offen legt, ist es in Ordnung. Ich verhehle also nicht, dass ich dieses Post wahrscheinlich nicht geschrieben hätte, wenn ich nicht den Kalender dafür bekäme! Bei mir hat’s demnach funktioniert – ! Und ich finde, Printreform hat im Großen und Ganzen den richtigen Ton getroffen, was nicht immer einfach ist, wie dieser erheiternde Satz zeigt (Auszug aus obigem Zitat):

    muss man natürlich die Aktion verlinken und freiwillig einen Link zu www.druckerei.de setzen.

    Damit wäre das Spannungsfeld des „Auftragsbloggens“ hinreichend charakterisiert.

    Ob mit der Aktion neue Kunden gewonnen werden, hängt von den Leistungen ab – Qualität, Service, Preise. Die Aktion wird Kontakte quer durchs Land bringen; wer am Bodensee sitzt, wird kaum einen Katalog in Berlin beauftragen, oder? Jedoch hat Printdings (ich kann mir den Namen einfach nicht merken – schlechtes Zeichen?!) viele Standardprodukte im Programm, die übers Web abgewickelt werden. Preislich gibt es günstigere Anbieter, aber ob Qualität und Service da vergleichbar sind, kann ich nicht sagen, da ich Printdings nicht kenne.

    Ich bin gespannt, wie viel Resonanz die Aktion auf twitter und blogs erhält. Viralität ist im Produkt (Wandkalender) gewissermaßen drin. Der wird ins Büro gehängt und von hunderten Kunden und Lieferanten gesehen. Die URL http://www.druckerei.de ist recht dezent integriert. Dafür einen dicken Pluspunkt! Und noch zwei dafür, dass Printreform darauf verzichtet hat, ihr eigenes Logo auf den Kalender zu pappen (das macht dann drei Punkte):

    So, und nun her mit den drei Kalendern. Danke!

    PS. Mir ist noch aufgefallen: ein #tag wäre noch gut gewesen, damit man die Aktion auf twitter gut verfolgen kann!

    In 41 Minuten nach Paris: geht das mit twitter?

    Findet man binnen 41 Minuten zwei bisher unbekannte Mitstreiter, um ein 3er Ticket für die wohl prominenteste Webkonferenz Europas, Le Web in Paris, online zu buchen?

    Die Antwort ist: JA! Und so lief es ab:

     

    10. November 2009, 23.06 Uhr

    Auf der Website der internationalen Konferenz LeWeb, die im Dezember zum 5. Mal in Paris stattfindet, lese ich, dass der aktuell beste Preis am 10. November  endet und nur beim Kauf von 3 Tickets gilt. Es geht um rund 50% Vorteil gegenüber dem regulären Ticketpreis. Ja, ich will ein Ticket! EIN Ticket! 54 Minuten to go! Ist es möglich, in dieser Zeit zwei Mitstreiter zu finden und gemeinsam zu buchen? Das Abenteuer beginnt.

    10. November 2009, 23.18 Uhr

    Ich setze folgendes Tweet ab:

    Bild 133

    Ein Schuss ins Blaue. Ich wusste nicht einmal, ob das Kürzel #leweb richtig ist.

    (Auf der ansonsten gut gemachten Website steht kein offiziell definierter #tag, der benutzt werden könnte, um Texte, Fotos und Videos mit dem Event zu verknüpfen. Leider trifft das für fast alle Events zu – bis auf Barcamps, die von Leuten organisiert werden, die #tags benutzen. Selbst große Veranstalter wie IIR schaffen es nicht – siehe z.B. die Mobile 2.0 in Berlin. Offenbar hat sich noch nicht herumgesprochen, dass Teilnehmer und Interessenten lange vor der Konferenz über diese twittern oder danach suchen. Meine Erfahrung: In der Regel wird der #tag zu Beginn der Konferenz dort ausgehängt – was den Leuten „da draußen“ wenig hilft. Die Veranstalter kostet es Reichweite. Nicht immer ist der #tag so leicht zu finden wie bei #leweb.)

    10. November 2009, 23.20 Uhr

    Nach zwei Minuten bekam ich Antwort auf meine „Kontaktanzeige“:

    Bild 134

    Weiterlesen

    Jetzt wird’s ernst: Referenzfunktion bei XING

    Heute Vorgestern hat die Networking-Plattform XING es LinkedIn nachgemacht und die Referenzen eingeführt.

    Mit dieser neuen Funktion lassen sich auf Knopfdruck die eigenen Kontakte um eine Referenz anfragen. Die Anfragemaske bietet alle im Profil hinterlegten Stationen des Berufswegs zur Auswahl und einen (editierbaren) Standardtext an:

    Hallo, ich würde mich sehr über eine Referenz für die genannte Position freuen. Vielen Dank und freundliche Grüße, (name)

    So weit, so einfach. Im Moment sieht das alles noch recht leer aus; bis auf die unentwegten, die sich in XING wohnlich eingerichtet haben, hat am Ende des heutigen Tages kaum einer meiner Kontakte bereits Referenzen gesammelt.

    Was soll das ganze werden?

    Bisher war XING – nicht nur, aber auch – eine Spielwiese des wer-kennt-wen. Einen Kontakt anzunehmen war schnell und praktisch, um, ja – in Kontakt zu bleiben. So fing es an, und das ist für mich immer noch die Hauptfunktion: sich nicht aus den Augen zu verlieren. Natürlich hat sich XING längst auch zum Profilierungsmedium entwickelt, wo man sich anhand der vorhandenen oder eben nicht vorhandenen Daten ein Bild machen konnte. Doch Kontakt blieb Kontakt – in welcher Weise man jeweils zueinander steht, blieb offen. Diese Simplizität wurde immer wieder kritisiert und diskutiert, meiner Meinung nach hat diese Vereinfachung stark zum Wachstum von XING beigetragen.

    Ab heute ist damit Schluss: nun wird transparent, wie die Personen zueinander stehen. Implizit durch explizit: Jede Station im Berufsweg wird gnadenlos ausgeleuchtet. Wo keine Referenzen vorhanden sind, steht „Keine Referenz für diese Position“. Das erzeugt ziemlich hohen Druck, denn wer will schon ohne Referenzen dastehen? Ich nehme an, das haben sich die Leute bei XING gut überlegt und sich bewusst dafür entschieden. Nachvollziehbar, denn eine  kaum genutzte Referenzfunktion macht wenig Sinn. Aber letztlich setzt etwas ähnliches ein, wie diese Woche bei den Twitterlisten: es wird gezählt, gerankt und bewertet. Numerischer ***Vergleich scheint derzeit ein Lieblingsthema sozialer Netzwerke zu werden.

    Weiterlesen